Um gleich alle Geruechte zu zerstreuen: Als Wohnmobil konnte man unser Campingauto nicht gerade bezeichnen... Aber ihr koennt euch kaum vorstellen, wie gut wir auf der mit einer Matraze bedeckten Lagerflaeche geschlafen haben; es gab nur wenige Momente, in denen wir uns ein Dachzelt-Allrad-Auto gewuenscht haetten (einer davon war vielleicht jener, als wir von einem solchen aus tiefem Sand herausgeschleppt wurden :-) ).
Da wir fast jedes Sandkorn in Namibia erkundet haben, ersparen wir euch an dieser Stelle den genauen Routenablauf (wen es dann doch interessiert: Weiter unten findet ihr die Auflistung unserer Stationen). Zusammengefasst koennen wir sagen, dass dieser Trip ein absoluter Traum war: unendliche Weiten, rote Duenen, brausender Atlantik, wilde Tiere, kaum Menschen, pausenlos blauer Himmel und sternenklare Naechte, in denen uns Feuermaster Tobi die schoensten Lagerfeuer gezaubert hat. Oryx, Kudu, Springbock und Strauss haben lebendig oder gegrillt in gleichem Masse zu unserem Wohlbefinden beigetragen, wie auch die 15 Liter suedafrikanischer Rotwein!
Nach diesen vier Wochen Einsamkeit ging es in die Zivilisation Suedafrikas. Beim Grenzuebertritt forderte uns der serioese Grenzbeamte hoeflich, aber bestimmt auf, unsere gesamten Vorraete wegzuschmeissen, da wohl die gemeine Fruchtfliege in Namibia umgeht. Also haben wir kurzerhand ein Picknick an der Grenze abgehalten (Hunger haben wir ja eh immer), und innerhalb kuerzester Zeit zwei Maiskolben, eine Dose Thunfisch, drei Tomaten, eine Gurke, eine Zwiebel, eine Grapefruit, sieben Bananen, sieben Aepfel, sieben Kartoffeln, zwei Wuerste und ein Stueck geraeucherten Schinken verdrueckt - war uns schlecht! Aber weggeschmissen haben wir nichts :-)
Suedafrika kann man im Fruehling wohl hauptsaechlich als eines bezeichnen: gruen. Eine Farbe, die wir nach vier Wochen Namibia schon gar nicht mehr kannten. Nach Kapstadt, unsere neue Lieblingsmetropole, wuerden wir sofort ziehen, schon alleine wegen der vielen Weinberge und Weinproben fuer umgerechnet 75 Cent!!!
Nach zehn Tagen Suedafrika und Rueckfahrt nach Windhoek mussten wir unser treues Auto wehmuetig wieder abgeben. Diese fuenf Wochen waren definitv die besten unserer bisherigen Reise - die Route wuerden wir sofort noch mal so machen :-)
Jetzt geht es auf nach Asien!
(Windhoek - Waterberg-Plateau-Park - Tsumeb - Etosha-National-Park - Outjo - Kamanjab - Opuwo - Epupa-Faelle (noerdlichster Punkt, Grenze zu Angola) - Opuwo - Sesfontein - Palmwag - Twyfelfontein - Brandberg - Hentiesbay - Swakopmund - Walfisbay - Solitaire - Sossusvlei - Sesriem - Helmeringhausen - Aus - Luederitz -Aus -Noordoewer - Grenze Suedafrika - Springbock - Kapstadt und Kap der Guten Hoffnung - Hermanus - Stellenbosch - Springbock - Fish-River-Canyon - Keetmanshoop - Mariental - Windhoek)